Ich habe mich lange und in intensivem Meinungsaustausch in einem Modellflieger- Forum, wo u.a. hochrangige Leute aus der Brennstoffzellenforschung zugegen sind, mit dem Thema Elektroauto beschäftigt.
Nicht lachen, wir Modellflieger haben die LiPo Akkus ganz weit nach vorne gebracht, ich selber fliege mehrere Elekto Impellerjets mit bis zu 2,5 KW Leistung, wo 100A Ströme in 6min Laufzeit auf fantastische Weise in Vortrieb umgesetzt werden bei Geschwindigkeiten bis 280 km/h.
Wir haben Teslafahrer, Kia SOUL EV Fahrer, Audi Etron Fahrer usw.
Tesla "S" ist das absolute Maß der Dinge und über jeden Zweifel erhaben. Er befindet sich in einer Kategorie, wo Geld keine Rolle spielt. Der Tesla funktioniert hervorragend und- sehr interessant- die Akkus sind und bleiben weit besser als man das hier gerne publiziert
Es gibt Teslas, die schon 500000km runter haben und die Kapazität der Akkus liegt noch bei über 90% !
Ein Tesla funzt auch im Winter sehr gut...alle Nachteile die man den Eautos nachsagt treffen für einen Tesla nicht zu.
Aus einem ganz wichtigen Punkt:
Tesla ist nicht nur ein Eauto, es ist ein komplettes Emobilitätskonzept!
Als Teslafahrer muß man sich um Reichweiten und Lademöglichkeiten keine Gedanken machen, man fährt von Zuhause vollgeladen los, macht nach einigen Stunden Fahrt eine kurze! Pause (ja, es ist meist absolut NICHT nötig 45min voll zu laden, man läd in der Praxis nur 1-200 km nach, was sehr schnell geht (Ladekurve) und meist auch für längste Fahrten reicht....also z.B. an den Gardasee) und kommt unter Garantie mit guter Restreichweite am Ziel an.
Ich selber habe mich sehr für den Opel Ampera-e interessiert, der mit seiner 60 Kwh Batterie eine sehr große Reichweite aufweisen kann. Nur- von den 60 Kwh werden nur 55 sinnvoll genutzt
Und Opel bietet, abgesehen von der unklaren Zukunft des Autos (GM und Opel trennen sich),
eben KEIN Mobilitätskonzept! Man überlässt es- wie alle anderen Hersteller- dem Kunden wo und wie er sein Auto läd.....an Stromtanken die die Karte nicht akzeptieren, die nicht funktionieren usw., man ist auf sich alleine gestellt.
Den Renault Zoe habe ich mir auch genauer angeschaut. Was, bitteschön, kostet an dem Auto 25000€
Denn soviel kostet das Auto OHNE den großen Akku! Den kann man für 8500€ dazukaufen oder mieten. Aber das Auto- ein Clio ohne das ganze Verbrennergedöns kostet weit über 10000€ weniger- ist eine kleine Plastekarre ohne Eprit in Grundausstattung!
Nun sagt man "mit höheren Stückzahlen....blablabla...." das mag schon sein daß dann der Preis vom Auto sinkt.
Aber weder der Zoe noch der Ampera-e werden in den nötigen Stückzahlen gebaut, ergo kann auchg der Preis nicht runtergehen, man ist bemüht so wenig Autos wie nötig zu bauen um ein Alibi zu haben!
Die Akkus:
weit besser als gedacht sind sie und es gibt wirklich tolle Ansätze die, wenn es sie irgendwann mal gibt, die Kosten senken würden.
Irgendwann
Tatsächlich bewegen sich die Tesla Akkus schon steil in Richtung 100€/ Kwh. Ok, 60Kwh Akku kostet dann immer noch 6000.-€ soviel hat der Ampera-e
D.h. die Akkukosten werden auch weiterhin hoch bleiben, zu hoch um ein dem Verbrenner gleichpreisiges Angebot an den Markt zu bringen.
Nun kommen Fahrverbote ins Spiel: die Nachfrage nach Eautos würden dadurch steigen. Was machen Preise bei hoher Nachfrage und knappem Angebot? Sie steigen
Eautos werden erst dann wirklich billiger werden wenn es von ihnen ein Überangebot gibt weil der Markt gesättigt ist. Wann wird das der Fall sein?
Brennstoffzelle: der Brennstoffzellenforscher im Modellforum sagt, daß es keinen Grund gäbe weshalb die Brennstoffzelle so teuer wäre, an dieser liege es nicht. An was liegt es dann? (abgesehen von mangelnder Infrastruktur der Tankstellen)
vielleicht an den Tanks die 700Bar aushalten müssen?
Das Ganze wäre super geeignet für LKW´s.
Er sagt aber daß die Zukunft in "Power to Gas" liegen würde, regenerativ erzeugt und gespeichert kann man den synthetischen Sprit ganz normal in fast ganz normalen Autos tanken. Man entzieht der Luft CO2 und erzeugt "Sunfire" Sprit der zudem sauber verbrennt.
Schlußendlich haben mich seine Gedanken dazu gebracht nicht noch länger auf ein möglicherweise irgendwann billigeres Eauto zu warten (auf das dann ein Run einsetzen würde) sondern auf einen CX3.
Diesen werde ich nächste Woche bestellen und sogar kaufen, nicht leasen, weil ich denke daß wenn, dann erst in 10-15 Jahren, ein Eauto geben könnte zum Preis eines Verbrenners.
Aber:
nicht unbedingt deswegen weil die Eautos soviel billiger geworden sind sondern weil die Verbrenner durch all die Abgasreinigungstechnik soviel teurer geworden sind
Und dann glaube ich, daß es einen Nachrüst Rußpartikelfilter für den Skyactive Motor geben wird um die Euro 6c Norm zu erfüllen,
ein solcher soll nur etwas über 100€ kosten 
M.M.
Oliver