So ein Automatik-Getriebe (wir reden hier von der bei unseren Fahrzeugen üblichen Ausführung als Wandler-Automatik) ist vom Prinzip her ganz bestimmt nicht weniger leistungsfähig/belastbar als ein Schaltgetriebe - es sei denn, man baut es bewußt so "abgespeckt", was ich hier aber ganz gewiß nicht annehme.
Es hat einfach bauartbedingt einen schlechteren Wirkungsgrad als ein Schaltgetriebe, auch wenn der Hauptschuldige dafür, nämlich der Wandlerschlupf bei den alten Automaten, bei unseren modern AT-Getrieben durch die Wandlerüberbrückungs-Kupplung keine Rolle mehr spielt. Trotzdem frißt so ein AT-Getriebe einfach mehr Leistung als ein Schaltgetriebe, denn das AT-Getriebe benötigt zur Funktion eine leistungsfähige Hydraulik, deren Pumpe eine Menge Kraft kostet, und diese Kraft steht dann halt nicht mehr für den Vortrieb zur Verfügung, wie sie es bei einem Schaltgetriebe tun würde.
Beim Schaltgetriebe gibt es keine (verlustbehaftete) Druckumlaufschmierung wie beim AT-Getriebe; dort tauchen die im Durchmesser größten Zahnräder mal eben ein wenig (und nicht zu sehr, sonst gibt es Planschverluste - heißt tatsächlich so
) in die Ölfüllung ein und verwirbeln das Öl dann zur Schmierung im Innenraum, und das AT-Getriebe braucht hohen Öldruck zum Halten der Lamellenkupplung des gerade aktiven Ganges und zum Anpressen der Wandlerüberbrückungs-Kupplungsscheibe(n), die praktisch wie eine im Ölbad laufende Kupplung wirkt.
Das alles bekommt man im Vergleich mit einem Schaltgetriebe eben nicht zum kräftemäßigen Nulltarif und braucht sich dann auch nicht wundern, wenn es im Bereich der Höchstgeschwindigkeit bei ansonsten gleicher Ausgangssituation zu deutlichen Unterschieden kommt...
Mir persönlich ist es von Herzen schnuppe, ob die Vmax jetzt ein paar km/h mehr oder weniger ist - wenn die Klima-Umwelthysterie weiter so anhält, was leider zu befürchten ist, dann fahren wir alle nur noch mit max. 100 km/h spazieren - Holland macht es gerade vor...
Gruß Wolfgang