Beiträge von Schrauberopa

    Aber genau unter diesen Voraussetzungen (der Aufwand steckt ja bereits im Fahrzeug und ist auch nicht vermeidbar), sollte man die Technik nutzen, damit sie wenigstens die Ressourcen einspart, die sie einsparen kann. Denn sonst hat man tatsächlich nur draufbezahlt.

    Ja, das Argument ist schlüssig vor dem Hintergrund, dass wir Kunden ja gar nicht mehr die Wahl haben.
    Allerdings dürfte ein wirtschaftlicher Vorteil durch Treibstoffersparnis selbst bei permanenter Nutzung eher ausgesprochen mager ausfallen:


    Die Hersteller haben ihre Start-Stop-Systeme ja mit dem Versprechen der Treibstoff-Einsparung nach der "Ölkrise" 1973 nach und nach auf den Markt gebracht (so alt ist die Idee schon...), und als das Öl wieder sprudelte und sich der Ölpreis in den 80er Jahren wieder normalisierte, verlor sich auch das Interesse der Kundschaft wieder. Erst unter dem Eindruck der sich dramatisch verschärfenden Abgas-Vorschriften wurde diese Technik wieder hervorgekramt - in erster Linie allerdings, damit sich die Hersteller den Schadstoff-Ausstoß ihrer Fahrzeugmodelle schönrechnen konnten. Um den Kunden diese eher zwiespältig aufgenommene Segnung schmackhaft zu machen wurde mit zum Teil abenteuerlichem Einsparpotential geworben, das - wie beim angeblichen Durchnitts-Verbrauch unserer Fahrzeuge laut Hersteller-Angaben - beklagenswerterweise nur Ausfluss praxisferner Rechenkunststückchen war und ist.


    Tatsächlich ist das Einsparpotential so gering (ernst zu nehmende Untersuchungen gehen von Größenordnungen bis zu 6% aus), dass es bereits im "Rauschen" leicht unterschiedlicher Umbedingungen untergeht, wenn man es im realistischen Fahrbetrieb ermitteln will. Da muß man sein Auto schon jeden Tag lange durch eine verstopfte Großstadt quälen, bis man da überhaupt nur rechnerisch eine wirklich signifikante Einsparung erzielt - in der Praxis wird man die gar nicht "erfahren" können, weil eine aussagekräftige Vergleichsmessung ja nur bei absolut identischen Fahrbedingungen ohne Start/Stop möglich wäre, schon weil das maximal zu realisierende Einsparpotential so klein ist, dass es mühelos von allen möglichen Bedingungen, die gar nichts mit Start/Stop-System zu tun haben, beeinflusst werden kann...


    Natürlich sollte das keinen davon abhalten, sein i-stop zu nutzen, gerne auch konsequent, aber seinen Realitätssinn sollte man dafür nicht opfern - wir sind ja keine Ideologen... :D


    Gruß Wolfgang (Schrauberopa)


    Also ich kann verstehen, das man da I-Stop-System bei Fahrzeugen mit Automatik als störend empfindet.

    Gerade beim Automatik-Fahrzeug ist i-stop durchaus erträglich, weil man über den Druck auf Bremspedal bestimmen kann, ob sich i-stop aktiviert oder nicht.
    Ich bin nicht gerade ein glühender Befürworter dieser i-stop Funktion, weil sie mit einem enormen technischen Mehraufwand einhergeht, den man als Kunde natürlich bezahlen muß - beim Kauf und bei etwaigen Reparaturen. Das fängt mit der teuren Batterie an (ohne i-stop täte es auch eine stinknormale) und geht über konstruktiven Mehraufwand bei Generator und Anlasser (obwohl der durch die geniale Lösung von Mazda weniger beansprucht wird als bei anderen Start/Stop-Systemen) plus einem elektronischen Energie-Management.


    Insofern wird man wohl kaum behaupten können, solche Start/Stop-Systeme würden einem bei den Betriebskosten des Fahrzeugs sparen helfen...


    Aber man hat halt keine Wahl mehr, und beim Automatik kann man, wie gesagt, sehr komfortabel selbst entscheiden - manchmal ist i-stop ja auch durchaus sinnvoll.


    Gruß Wolfgang (Schrauberopa)

    Hallo, ich habe ja den Motor mit 150 Ps, dabei gibt es keinen Unterschied im Startverhalten zwischen warm und kalt. Aber die beiden Motoren unterscheiden sich ja nur im oberen Drehzahlbereich. Wäre dieses Anspringverhalten so gewollt, dann hätte mein Motor einen Defekt. Das möchte ich aber nicht hoffen, deshalb bin also immer noch an einer Endlösung interessiert.

    Solange man nicht konkret weiß, ob die "Warmstart-Verzögerung", die manche hier beschreiben, die aber bei anderen wiederum nicht vorkommt, von Mazda tatsächlich gewollt ist und - falls ja - warum das so ist und von welchen Bedingungen das jeweils abhängt, kann man dazu nur rumrätseln oder es bleiben lassen....
    Wichtig ist aber doch: In beiden Fällen springen die Motore zuverlässig an - bei dem einen praktisch sofort, bei dem anderen 3 Sekunden später. Wie man allerdings einen Defekt befürchten kann, wenn ein warmer Motor sofort und zuverlässig anspringt, erschließt sich mir allerdings nicht - dazu bin ich wohl nicht goldig genug :D Und was die "Endlösung" angeht: Vorsicht! Böses Wort! Da war mal was...


    Gruß Wolfgang (Schrauberopa)

    Die hier von einigen beschriebenen Warmstart-"Probleme" unterscheiden sich ja in der Tat erheblich von den oben in den Videos gezeigten, in denen der Motor erst nach einigen mehr oder weniger vergeblichen Zündversuchen kommt. Wenn der Motor - wie es @ Premacyost oben schrieb - erst eine Weile durchgedreht wird, um dann problemlos zu zünden, dann liegt die Vermutung nahe, dass das vom Motor-Management so gewollt ist.
    Offenbar wird hier ganz bewußt beim Warmstart die Kurbelwelle einige Male gedreht, ohne Einspritzung und Zündung zu aktivieren. Warum Mazda das so macht, darüber könnte man natürlich spekulieren (hängt das möglicherweise mit der hohen Verdichtung unserer Motoren und darauf beruhenden besonderen Bedingungen beim Warmstart zusammen, wenn das bei anderen Fahrzeugen offensichtlich nicht so gemacht wird...?), aber ohne die nötige Sachkompetenz verspekuliert man sich auch schnell und das nützt keinem - also ein Fall für den Mazda-Fachmann.


    Das der i-stop Warmstart dagegen unverzüglich erfolgt muß hier kein Widerspruch sein - abgesehen von der ganz anderen "Start-Technik" wird der Motor nach einem durch i-stop verursachten Motorstop nach längstens 2 Minuten wieder automatisch gestartet. Da sind die Umbedingungen noch andere als wenn der Motor 10 Minuten oder länger warm vor sich hingeschlummert hat und erst dann wieder aufgeweckt werden soll...


    Gruß Wolfgang (Schrauberopa)

    Vielleicht kann ja mal jemand von euch unserer goldigen Mullbinde den Unterschied zwischen einem Audio-Verstärker und einer Mikrowelle erklären - ich fühle mich da irgendwie überfordert :whistling:


    Gruß Wolfgang (Schrauberopa)

    Gibt es einen Unterschied zwischen i-Stop warm und warm starten?

    Ja, den gibt es! Der normale Start (ob jetzt warm oder kalt) erfolgt ja bekanntlich mittels "orgeln" mit dem Anlasser. Bei i-Stop haben sich die Mazda-Ingenieure aber etwas wirklich Cleveres einfallen lassen, um den Motor (nahezu) ohne Hilfe des Anlassers wieder zu starten:


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Kein Wunder, dass der dann kommt wie die Feuerwehr...


    Gruß Wolfgang (Schrauberopa)

    Und die Serien Lautsprecher machen das mit?

    Das Alpine Soundsystem nutzt ja auch die Serien-Lautsprecher und die machen das sogar ganz hervorragend mit, obwohl der Alpine-Verstärker eine noch höhere Ausgangsleistung hat als der von @viper verwendete Pioneer. Die Firma Alpine, die ja nicht ohne Grund einen guten Ruf hat, hätte diese Konfiguration ganz sicher nicht gewagt, wenn sie sich der Belastbarkeit der Mazda-Serienlautsprecher nicht absolut sicher wäre...


    Außerdem kann man bei der Zusatz-Verstärkerlösung plus Aktiv-Sub mit einem Hochpass-Filter (der Pioneer GM-D 1004 hat das sogar eingebaut, meine ich) die tiefen Frequenzen von den Türlautsprechern fernhalten, die diese ohnehin nicht wiedergeben können und die deshalb für die Lautsprecher nur eine unnötige Belastung und Quelle von Verzerrungen darstellen - die verarbeitet jetzt der Sub, und der ist dafür ja ausgelegt. Das kommt dann nicht nur der Gesundheit der Türlautsprecher zu Gute, sondern auch dem Hörvergnügen der Fahrzeug-Insassen.


    Gruß Wolfgang (Schrauberopa)

    Prima! Dann ist so ein Zusatz-Verstärker also auch eine gute Aufrüstmöglichkeit zu einem erschwinglichen Preis. Das wird hier sicher auf Interesse stoßen.


    Der Anschluß am Sicherungskasten ist definitiv auch eine gute, völlig ausreichende und vor allem wenig aufwändige Lösung. Ich denke noch mit Schaudern an meine "Kabel-in-den-Motorraum"-Aktion bei der Montage des Alpine-Systems...


    Viel "Hörgnügen" wünscht dir
    Wolfgang (Schrauberopa)

    Einem Arzt, der mein Herz in meinem linken Knie verorten würde, täte ich hinfort auch nur mit großer Reserviertheit begegnen :D
    Aber was die grundsätzliche Anspruchshaltung an andere angeht: Da kann es sehr hilfreich sein, wenn man sich ab und an mal selber fragt: "Werde ich den Ansprüchen, die ich an andere stelle, eigentlich auch selber gerecht...?" Der "menschliche Faktor" ist nun mal eine Limitierung, die uns alle betrifft...


    Gruß Wolfgang (Schrauberopa)